Wir mussten feststellen, dass das Schlafen in einem Sechsbettzimmer im Hostel echt anstrengend ist. Vor allem, wenn alle sechs am gleichen Morgen auschecken. Die erste Zimmergenossin stand um halb sieben auf. Als sie aus dem Bad rauskam, stand auch die nächste auf usw. Das führte dazu, dass wir heute morgen echt früh fertig waren und eigentlich noch gar nicht los mussten. Das ist aber auch nicht so schlimm, so konnten wir wenigstens noch gemütlich frühstücken :-)
Der Bus, der uns dann von Wien nach Budapest brachte, war ziemlich groß und bequem. Jetzt sind wir Fans der Westbus-Gesellschaft. So viel Beinfreiheit haben wir noch nie gehabt, ganz toll.
Glück hatten wir dann auch später mit dem Weg zum Hostel: Nur drei Metro-Stationen vom Busbahnhof entfernt, das ging schnell. Glück auch weiterhin beim Metrofahren selbst. Wie uns unser Herbergsvater später nämlich erklärte, ist das hier nicht ganz so einfach. Tickets muss man immer entwerten, auch im Bus wenn man sie direkt beim Fahrer kauft. Nur steht das natürlich nirgends auf Englisch für die Touristen. Gesagt bekommt man das auch nicht von den Verkäufern. Und die Kontrollen sind hier hart. Selbst wir wurden sofort kontrolliert, aber Gott sei Dank war alles in Ordnung bei uns. Sonst hätte es ordentlich Strafe gekostet. Nicht mal umsteigen darf man. Für jede Linie braucht man ein neues Ticket, auch einmalig. Laut dem Herbergsvater ist das ein Trick, um den Touristen das Geld aus den Taschen zu ziehen und er regt sich sehr darüber auf.
Aber alles ging gut und wir sind nun hier. Unser Zimmer ist toll. Sehr groß und hell, sogar mit Fenster! Nachdem wir uns ein bisschen erfrischt hatten (unsere Rucksäcke schienen heute schwerer als sonst zu sein und dazu war es auch noch schwül-warm), machten wir einen Spaziergang entlang der Donau. Wir kletterten ein bisschen auf dem Gellert-Hügel rum, von dem aus man angeblich den besten Blick über die Stadt hat. Für ein besonderes Foto zwischen Säulen riskierte Jutta sogar ihr Leben oder zumindest ihre Knochen, als sie einen kleinen steilen Abhang runter kletterte.
Abends waren wir dann Essen, Palatschinken steht hier auf dem Plan. Das sind Pfannkuchen, sie heißen nur anders, die meistens mit irgendwas gefüllt sind. In unserem Fall Schokolade :-) So besonders waren sie nicht, aber vielleicht geben wir ihnen noch einmal woanders eine zweite Chance.
Die Währung in Ungarn heißt Forint und ist stark inflationär beeinflusst. Für die nächsten vier Tage haben wir einfach mal 72.000 davon abgehoben, was sich irgendwie cool anfühlt. Soviel Geld hatten wir noch nie in den Taschen.
Übrigens laufen wir inzwischen schon mit vier Währungen durch die Gegend. ;-)



Ein Sack voller buntes Geld zum Brötchenkaufen :) :) Das nennt man dann wohl "schwer"reich :)