Türken, Kommunisten und die Eurovision
—Extol Inn Hotel - Prag—
Dass wir gestern abend den Grand Prix geguckt haben, ist ja schon bekannt. Aber wir haben auch noch anderes getan an unserem letzten Tag in Budapest.
Die Stadt ist bekannt für seine vielen, vielen Heilbäder und natürlichen Quellen. Als die Türken das Land belagerten, bauten sie als Erstes einmal ein paar Bäder zur Entspannung vom Krieg. Krieg gabs nicht lange, aber die Bäder sind immer noch da und niemand kann behaupten in Budapest gewesen zu sein, wenn er nicht auch mindestens einmal hier gebadet hat. Bei den Einwohnern ist diese Tätigkeit so beliebt, dass die meisten es mindestens wöchentlich machen. Wir suchten uns Rudas Bad aus, das ganz in der Nähe unseres Hostels liegt. Hier gibt es sechs verschiedene Becken, die sich hauptsächlich in der Wassertemperatur unterscheiden. Wir drehten die Runde zweimal: Angefangen bei 28° C, dann zu 30°, 33°, 38° und am Ende dann die 42° C. Außerdem gab es noch ein kleines Becken mit 4,2° C, aber das war dann doch zuviel, bzw. zu wenig. Jutta hat sich aber trotzdem getraut.
Außerdem gibt's dort noch Saunen, die wir auch kurz besucht haben. Das Bad an sich ist überraschend klein und man kann den türkischen Einfluss gut erkennen. Es gibt eine kleine Kuppel über dem Hauptbecken und ist nett verzierrt. Da die Wassertemperatur ungefähr der Körpertemperatur entspricht, kann man auch ewig im Wasser liegen bleiben ohne dass einem kalt wird. Wirklich sehr entspannend.
Nachdem wir also so gut ausgeruht waren, mussten wir etwas Action in unseren Tag bringen, denn rumliegen und relaxen macht erstaunlich müde. Wir schlossen uns deswegen zur Abwechslung mal wieder einer Walking Tour an. Diesmal unter dem Motto "Kommunistisches Budapest". Uns wurden Gebäude und Plätze aus der Zeit der russischen Besatzung gezeigt und unser Tour-Guide erzählte uns interessante Geschichten aus ihrem Leben damals. Das war die beste Walking Tour, die wir in Budapest gemacht haben, sehr interessant und lustig. Und außerdem trafen wir wieder eine Australierin, die wir schon auf den letzten Touren kennengelernt hatten. Beim Erzählen, was wir so die letzten Tage getan hatten, stellten wir dabei fest, dass wir eigentlich immer an den gleichen Orten waren, teilweise sogar zur gleichen Zeit. Budapest ist halt klein.
Ja, und abends war dann Grand Prix Zeit. Wie die Tradition es will, besorgten wir uns Pizza und Gummibärchen und machten es uns dann vor dem Fernseher bequem. Das erregte die Aufmerksamkeit einer Australierin aus unserem Hostel und nachdem wir erzählten, was wir vor hatten, schloss sie sich spontan unserer Runde an. Kurz danach kam auch noch die Diensthabene vom Hostel dazu und etwas später noch zwei deutsche Jungs, so dass wir insgesamt mit Vicky via Skype doch eine große, lustige Runde waren. Unsere Nacht endete somit um etwa 1 Uhr nachts und da wir schon um halb sechs wieder aufstehen mussten, bekamen wir heute nicht sehr viel Schlaf ab.
Jetzt sind wir schon in Prag, haben unsere wöchentliche Ladung Wäsche gewaschen und versuchen, die aktuelle Folge GNTM runterzuladen. Prag ist auch unsere letzte Station und wir sind gespannt, was die Stadt für uns bereithält.
2012-05-27 18:59:59

Kommentare


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Vicky schrieb am 02.06.2012, 10:45:

wie gut dass es skype gibt :-)