—Goat Hostel - Budapest—
Yeah yeah... Deutschland ist auf Platz acht. Die Vorhersage war total gut :-) Schweden und Russland sind tatsächlich unter den Top 3 und auch unsere Geheimtipps sind gut angekommen.
27.05.2012, 00:46
1 Kommentare

Jetzt kommentieren
—Goat Hostel - Budapest—
Unsere Grand Prix Voraussagung:

1. Russland und Schweden in der Top 3
2. Deutschland auf Platz 8 (Jutta) oder 5-10 (Janett)
3. Irland Top 10
4. Norwegen unter den letzten Fünf
5. Türkei 10-15
6. Janett's Geheimtipp: Estland oder Serbien
7. Jutta'S Geheimtipp: Türkei

Mal sehen, wie viel wir richtig geraten haben.
26.05.2012, 20:50
0 Kommentare

Jetzt kommentieren
—Goat Hostel - Budapest—
Gerade aufgewacht und die Sonne scheint. Ein schöner Tag! Aber auch gestern war nicht schlecht...
Erst besuchten wir das "Haus des Terrors". Ein schrecklicher Name für einen gruseligen Teil der ungarischen Geschichte. Das Museum beschäftigt sich nämlich mit der späteren Besatzungsgeschichte, denn das Haus, in dem sich das Museum befindet, war erst - während der kurzen deutschen Besatzungszeit - das Hauptquartier der ungarischen Nazis. Nach der "Befreiung" durch die Russen wurde es als Sitz des ungarischen Pendant der CHEKA genutzt. Leider wurden wir von der bedrückenden Atmosphäre etwas ausgeschlossen, da eigentlich alles auf ungarisch war. Ab und zu gabs aber auch mal Informationszettel zum Mitnehmen auf Englisch. Der Medieneinsatz in dem Museum ist sehr modern und vielfältig, was die ganze Ausstellung sehr spannend macht. Allerdings wird leider nur die Geschichte bis 1957 betrachtet... uns hätten auch die nachfolgenden Geschehnisse interessiert. Außerdem wirkt das ganze Museum ziemlich ziemlich pathetisch.
Im Anschluss an das Museum liefen wir die Andrassy-Avanue hinunter bis zum Stadtpark. Die Andrassy-Avanue ist die größte Prunkstraße in Budapest - gebaut nach dem Vorbild der Champs Elysee. Der Stadtpark an ihrem Ende ist uns von mehreren Leuten empfohlen worden. Allerdings kann er überhaupt nicht mit seinen Verwandten in England, Irland und Spanien mithalten. Doch die kleine niedliche Burg am Rand des Parks macht die eigentliche Parkgestaltung fast schon wieder wett.
Den Abend verbrachten wir kulturell vorbildlch in der Oper. Das Budapester Operngebäude scheint ziemlich alt zu sein. Es hat die klassische Logenaufteilung und tatsächlich auch eine Königsloge. Außerdem ist irgendwie alles mit Gold ausgeschmückt - beinahe wie in einer Kirche... :-) Und auch die roten Plüschsessel sind natürlich vorhanden.
Wir sahen uns "Tosca" von Puccini an. Eine italienische Oper mit ungarischen "Untertiteln". Zum Glück hatten wir uns vorher den Wikipediaartikel reingezogen, sonst hätten wir überhaupt nichts von der Handlung verstanden ;-) Übrigens: Am Ende dieser Oper sind irgendwie alle tot. Sehr deprimierend.
26.05.2012, 09:48
Burg im ParkOperOper
0 Kommentare

Jetzt kommentieren
—Gost Hostel - Budapest—
Zugegebenermaßen sind wir inzwischen Fans von Free Walking Tours. Man erfährt echt viel über eine Stadt und kann sich die Sachen, dadurch, dass man zu Fuß unterwegs ist, doch etwas besser angucken. Außerdem sind die Touren sehr günstig, denn man bezahlt einfach nur Trinkgeld. Ganz davon abgesehen lernt man ziemlich einfach Leute kennen :-)
Also gings heute Morgen auch erstmal mit einer Walking Tour los. Sie führte uns an den interessantesten Sehenswürdigkeiten der Pest-Seite (Pescht - wie die Ureinwohner sagen) entlang auf einen Hügel auf der Buda-Seite, von dem aus man einen ziemlich guten Ausblick auf die Stadt hat. Außerdem lernten wir ein ganz bisschen Ungarisch.
Die ungarische Geschichte, die etwa 1000 Jahre lang ist, wurde uns in zehn Minuten näher gebracht:
Die Ungarn stammen aus Asien und haben sich auf dem Weg nach Westen von den Finnen getrennt. In Ungarn angekommen, gründeten sie ihr Königreich, das allerdings ab 1492 ohne König war und deswegen kurz darauf von den Osmanen erobert wurde. Von da an waren sie eigentlich durchgängig erst von den Osmanen, dann von den Habsburgern, dann von Deutschland und zum Schluss von Russland beherrscht. Erst seit 1989 haben die Ungarn ihr eigenes Land nur für sich...
Zum Abschluss besuchten wir eine Kantine, in der es eigentlich nur klassisch ungarisches Essen zu unschlagbaren Preisen gibt. Allerdings wissen wir nich sooo genau, was wir da gegessen haben :-) Es hat geschmeckt...
Da wir von den Walking Tours immer noch nicht genug hatten, kehrten wir zum Ausgangspunkt zurück und nahmen gleich noch an der Führung durchs jüdische Viertel teil. Leider war diese Tour etwas enttäuschend. Wir hatten erwartet, ein bisschen was über das Leben der Juden im allgemeinen in Budapest zu erfahren. Meistens wurden uns allerdings Synagogen vorgestellt und der einzige historische Bezug - wie kann es auch anders sein - war die kurze Besatzungszeit durch die Nazis vom 06.06.1944 - 18.01.1945. Wir hatten ein bisschen mehr erwartet...
Zum Abschluss dieser Tour besuchten wir ein kleines Restaurant, in dem wir Gulyas (gesprochen Gujasch), Gulaschsuppe, gegessen haben und einen original ungarischen Schwammkuchen. Wir haben den einfach mal bestellt, ohne eine Vorstellung, was wir eigentlich bekommen würden. Es ist Biskuitkuchen mit Preiselbeermarmelade und übergossen mit Schokoladensoße. Na ja, nicht ganz so süß, wie das ganze türkische Zeug :-)
Jetzt entkorken wir gleich mal unsere Flasche Wein und dann wird das zweite Semifinale des Eurovision Song Contests geschaut...

24.05.2012, 20:39
Matthias KircheSt. Stephans KirchePest mit Vogel
3 Kommentare

Jetzt kommentieren
—Goat Hostel - Budapest—
Wir mussten feststellen, dass das Schlafen in einem Sechsbettzimmer im Hostel echt anstrengend ist. Vor allem, wenn alle sechs am gleichen Morgen auschecken. Die erste Zimmergenossin stand um halb sieben auf. Als sie aus dem Bad rauskam, stand auch die nächste auf usw. Das führte dazu, dass wir heute morgen echt früh fertig waren und eigentlich noch gar nicht los mussten. Das ist aber auch nicht so schlimm, so konnten wir wenigstens noch gemütlich frühstücken :-)
Der Bus, der uns dann von Wien nach Budapest brachte, war ziemlich groß und bequem. Jetzt sind wir Fans der Westbus-Gesellschaft. So viel Beinfreiheit haben wir noch nie gehabt, ganz toll.
Glück hatten wir dann auch später mit dem Weg zum Hostel: Nur drei Metro-Stationen vom Busbahnhof entfernt, das ging schnell. Glück auch weiterhin beim Metrofahren selbst. Wie uns unser Herbergsvater später nämlich erklärte, ist das hier nicht ganz so einfach. Tickets muss man immer entwerten, auch im Bus wenn man sie direkt beim Fahrer kauft. Nur steht das natürlich nirgends auf Englisch für die Touristen. Gesagt bekommt man das auch nicht von den Verkäufern. Und die Kontrollen sind hier hart. Selbst wir wurden sofort kontrolliert, aber Gott sei Dank war alles in Ordnung bei uns. Sonst hätte es ordentlich Strafe gekostet. Nicht mal umsteigen darf man. Für jede Linie braucht man ein neues Ticket, auch einmalig. Laut dem Herbergsvater ist das ein Trick, um den Touristen das Geld aus den Taschen zu ziehen und er regt sich sehr darüber auf.
Aber alles ging gut und wir sind nun hier. Unser Zimmer ist toll. Sehr groß und hell, sogar mit Fenster! Nachdem wir uns ein bisschen erfrischt hatten (unsere Rucksäcke schienen heute schwerer als sonst zu sein und dazu war es auch noch schwül-warm), machten wir einen Spaziergang entlang der Donau. Wir kletterten ein bisschen auf dem Gellert-Hügel rum, von dem aus man angeblich den besten Blick über die Stadt hat. Für ein besonderes Foto zwischen Säulen riskierte Jutta sogar ihr Leben oder zumindest ihre Knochen, als sie einen kleinen steilen Abhang runter kletterte.
Abends waren wir dann Essen, Palatschinken steht hier auf dem Plan. Das sind Pfannkuchen, sie heißen nur anders, die meistens mit irgendwas gefüllt sind. In unserem Fall Schokolade :-) So besonders waren sie nicht, aber vielleicht geben wir ihnen noch einmal woanders eine zweite Chance.
Die Währung in Ungarn heißt Forint und ist stark inflationär beeinflusst. Für die nächsten vier Tage haben wir einfach mal 72.000 davon abgehoben, was sich irgendwie cool anfühlt. Soviel Geld hatten wir noch nie in den Taschen.
Übrigens laufen wir inzwischen schon mit vier Währungen durch die Gegend. ;-)
23.05.2012, 20:40
GelathügelDie PestseiteJutta auf einem Denkmal
1 Kommentare

Jetzt kommentieren
neuere Einträge ältere Einträge