—Wombats at the Naschmarkt - Wien—
Jetzt gerade sitzen wir mit einem Glas Wein und Nüssen im Frühstücksraum, die Beamerleinwand direkt vor uns. Gleich geht der erste Vorentscheid des Eurovision Song Contests los und Janett ist gaaaanz aufgeregt. Eine Viertelstunde bis es endlich los geht. Und das ist nur der Vorentscheid. Jedenfalls ist Österreich dabei und die haben ein extrem peinliches Lied mit dem Titel "Woki mit deim Popo" :-)
Wie es so weit kommen konnte, dass wir den Abend mit dem Halbfinale des Eurovision Song Contests verbringen??
Heute morgen führte uns Charles durch die Hauptsehenswürdigkeiten, leider mit einer Menge Regen. Schätzungsweise so viel wie in Dublin, aber dafür wars wenigstens warm... Wir liefen über den Naschmarkt, sahen das Haus, in dem die Zauberflöte uraufgeführt wurde, die Oper, verschiedene Denkmäler und Kirchen und die Hofburg. Den Stephansdom besichtigten wir außerdem auch von innen. Eine interssante Kirche, denn ursprünglich ist sie gothisch, aber total modern gestaltet. Mit unterschiedlichen Farben werden die Decke und die Säulen im Mittelgang ausgeleuchtet. Ein extrem anderes Bild, als wir es bisher in Kirchen gesehen haben.
Danach machten wir uns trotz des Regens auf zum Schloss Schönbrunn und man muss sagen, der Park ist fantastisch. Sehr gepflegt und ziemlich riesig. Jutta musste natürlich auf dem Brunnen rumhüpfen und davon Bilder machen ;-)
Und was ist Wien ohne Apfelstrudel und Cafe Melange. Beides gabs in einem Café, das uns von unserem Guide empfohlen worden war. Wir konnten dort einfach sitzen bleiben, ohne, dass uns jemand zu noch einem Kaffee genötigt hätte. Wirklich entspannt.
Wie wir zufällig in der U-Bahn lasen, ist heute das Halbfinale des Eurovision Songcontest und wir sind heute ja auch echt schon weit gelaufen und haben vieeel gesehen. Der Beschluss war easy, ab vor den Fernseher :-)
Vorher musste aber noch der morgige Tag geplant werden und dann gabs etwas Sushi. Das hatten wir auf unserer Reise bisher noch gar nicht... und auf dem Naschmarkt gibt es wirklich alles... Das Restaurant hat zwar sehr unhöflichen Service, dafür überzeugen aber Preise und Qualität. Deswegen waren wir sogar schon zum zweiten Mal dort.
22.05.2012, 22:30
St. StephanSchloss SchönbrunnStephansdom
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—Wombats at the Naschmarkt - Wien—
Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Wir sind jetzt in WIEN. Diesen Abstecher machen wir, weil es ziemlich kompliziert ist direkt von Istanbul nach Budapest zu reisen. Der Flug nach Wien war noch erhältlich und auch nicht so teuer und ein Bus von Wien nach Budapest braucht echt nicht lange, also ab nach Wien. Wir bitten um Nachsicht, dass wir diesen Aufenthalt nicht unseren Zeitstrahl übernehmen :-)
Um aber auch unseren Istanbulaufenthalt hier im Blog noch einmal abzuschließen, gibt es jetzt den Bericht von gestern, auch wenn der recht übersichtlich ist.
Nachdem wir die grüne Hop-On-Hop-Off-Tour gemacht hatten, die uns ebenso wie die blaue Tour nicht wirklich überzeugte, wuschen wir mal wieder unsere Sachen und verbrachten eigentlich den gesamten Nachmittag in unserem schönen Hostel - mit lesen, Internet, Bilder angucken und mit Gesprächen mit anderen Reisenden. Außerdem lernten wir das kleine Mädchen des Managers kennen, die wir (oder die uns) den ganzen Abend beschäftigten. Jetzt weiß sie wie die Figuren beim Schach ziehen und wie man am besten bei HalliGalli schummelt - und das alles ohne Deutsch und Englisch. Dafür wissen wir jetzt, was fünf und sechs auf türkisch heißt. Sie wollte uns gar nicht mehr gehen lassen oder alternativ einfach mitkommen. ;-)
Nachdem wir dann heute in Wien angekommen waren, sahen wir uns den Naschmarkt, der sich direkt vorm Hostel befindet, an.
An einem Stand, an dem es jede Menge getrocknetes Obst und Nüsse gab, ließen wir uns viel mehr aufschwatzen, als wir überhaupt essen können. Wir durften alles probieren und haben einige Informationen über das ganze Obst bekommen, was uns natürlich dann verleitet hat, es zu kaufen. Trotzdem sind wir mit dem ganzen Zeug aber echt zufrieden :-)
21.05.2012, 18:36
Der Naschmarkt
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—Cheers Hostel - Istanbul—
Istanbul ist ja wirklich groß und wir haben auch nicht Zeit, um alles in Ruhe anzusehen. Es gibt auch keine Free Walking Tour wie in den anderen Städten, um ein paar Informationen zu diversen Sehenswürdigkeiten zu bekommen. Deswegen haben wir gestern mal was Neues ausprobiert und haben die tausenden "Marktschreier" glücklich gemacht und Tickets für eine Hop on Hop off Tour gekauft. Diese Tour haben wir in Euros bezahlt. Hier kann man eigentlich alles in Euro kaufen, oft stehen nicht mal die Preise in Talern an den Schildern. Wir bezahlen trotzdem lieber in der Landeswährung, weil wir das Gefühl haben, damit billiger weg zu kommen.
Unsere Tourgesellschaft bietet drei verschiedene Routen an, für die man 24 Stunden Zeit hat. Deswegen kauften wir unsere Tickets gestern nachmittag und hatten somit heute morgen noch etwas Zeit für eine Tour. Bevor wir aber "on-hoppten", schlendert wir erst einmal über den Grand Bazaar. Das ist der größte überdachte Bazaar der Welt mit etwa 3600 Geschäften. Wir hatten vorher ein bisschen Angst, weil die türkischen Verkäufer sehr aggressiv sein können. Aber dem war überhaupt nicht so. Natürlich wurden wir viel angesprochen, aber wir wurden nicht gerade in die Shops gezerrt. Das war also ganz entspannt.
Preise stehen hier natürlich nicht an den Waren, denn alles ist Verhandlungssache. Wir hatten ja schon auf dem Spice Bazaar etwas Übung bekommen, aber Jutta mauserte sich auf dem großen Bazaar zum echten Profi. Bei einem Ring schlug sie 33% raus, bei einem Schal etwas später drückte sie den Preis sogar um mehr als die Hälfte. Wahrscheinlich ist noch etwas mehr drin, aber für den Anfang ist das ein beachtlicher Erfolg.
Jetzt zur Tour. Wir fuhren mit City Windows und waren nicht sehr beeindruckt. Der Audio Guide kam uns etwas "dünn" vor, viele Informationen gab es nicht und die zwei Stunden pro Route kamen auch nur wegen dem sehr zähflüssigen Istanbuler Verkehr zustande. Wir stiegen nur einmal aus, das war am berühmten Taksim Square. Dieser Platz und das dazugehörige Viertel ist das Vergnügungsviertel der Stadt. Hier finden sich alle wichtigen und großen Clubs, hier gibt es Shoppingmeilen und vor allem gibt es hier viele, viele Touristen. Es war sehr lebhaft dort und wir hatten wieder einmal etwas Gelegenheit, den Verkehr zu bewundern. Das macht hier wirklich Spaß, besonders Janett ist immer wieder fasziniert davon. Es gibt Regeln, sie erschließen sich dem Touristen aber nicht. Grade am Taksim Square waren über die Hälfte aller Autos "Taksis", die andere Hälfte Busse und normale Autos. Gehalten wird, wo man möchte, denn Parkplätze gibt es nicht. Der geneigte Leser möchte sich das resultierende Hupkonzert vorstellen.
Dort aßen wir auch endlich mal die obligatorischen türkischen gebackenen Süßigkeiten. Wir bestellte drei Gerichte und die Anzahl bewegte den Kellner zu einer überraschten Nachfrage. Drei? Wirklich? Wir hätten auf ihn hören sollen...
Die Sachen an sich sind gar nicht so unlecker. Aber sie sind süß. Zucker ist die Hauptzutat und anschließend wird das Ergebnis noch ein paar Stunden in Sirup eingelegt. Wir konnten es jedenfalls nicht aufessen und haben jetzt erstmal genug von türkischen Süßigkeiten für mindestens das gesamte nächste Jahr. Anschließend mussten wir einfach einen Cheeseburger essen, um den Geschmack zu übertünchen. Dabei gerieten wir an eine hervorragend gelaunte und hilfsbereite Burger King Mitarbeiterin. Kurz: Eine Katastrophe.
Abends machten wir noch die Nachttour durch das dunkler werdene Istanbul mit mit einem einstündigen Aufenthalt auf dem höchsten Hügel der Stadt mit sehr schönen Blick und konnten den Sonnenuntergang beobachten. Deswegen gab es gestern auch keinen Blogeintrag, wir kamen einfach zu spät wieder und hatten dann keine Lust mehr.
Nebeninfos: Das Wetter wird immer schlechter. Überhaupt nicht, wie wir erwartet hatten. Es ist noch nicht wirklich kalt, wir schätzen etwas zwischen 15 und 18 Grad. Der Himmel ist meistens bedeckt und es regnet ab und zu mal. Einmal hatten wir sogar ein regelrechtes Gewitter mit Wolkenbruch.
20.05.2012, 13:16
StraßenschildIstanbul bei SonnenuntergangSüßigkeiten
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—Cheers Hostel - Istanbul—
Wir haben den coolsten Platz in Instanbul gefunden. Er ist dunkel, kalt und nass. Eintritt muss man auch noch bezahlen. 10 TL, ja wir wissen, dass das Türkische Lira heißt, aber Taler gefällt uns besser :-)
Seht euch die Bilder an und ihr werdet uns rechtgeben müssen, dass dieser Platz fantastisch und vermutlich einzigartig ist. 336 Säulen tragen das Gewölbe. Es passen ca. 100 000 qm Wasser rein und es war lange die Wasserversorugung des Palastes und der Menschen, die drum herum wohnten. Die Akustik in der leeren Cisterne ist grandios, man weiß nicht, ob sich das kleine Kind, das da vor sich hinbrabbelt, neben einem befindet oder auf der anderen Seite des Gebäudes.
Der Gewürzbasar, den wir danach besuchten, war hauptsächlich den Touristen gewidmet. Total bunt und die Gewürze sehen aber auch gut aus. Abgesehen von Gewürzen wurden Tücher, Schmuck, getrocknetes Obst, Lampen, Käse und Wurst angeboten. Süßigkeiten gabs natürlich auch, aber die türkischen Süßigkeiten sind echt gewöhnungsbedürftig. Uns schmecken sie jedenfalls nicht so besonders gut ;-) Glück gehabt...
Dem Gewürzbasar schlossen wir eine Besichtigung der Neuen Moschee an. Allerdings konnten wir nicht sofort da rein, weil gerade Gebetsstunde der Muslime war. Glaubt es oder nicht, die Moschee war so voll, dass die Leute auch drum herum standen. Jedenfalls konnten wir so eine Gebetsstunde beobachten.
Die neue Moschee ist gar nicht so neu und ähnelt sehr stark der blauen Moschee. Einen wirklich neuen Eindruck bekamen wir allerdings nicht, wir konnten nur feststellen, dass es in den Moscheen nach Schweißfüßen riecht.
Den Nachmittag verbrachten wir im Hostel, spielten eine Runde Schach, was dazu führte, dass Jutta auch gleich noch gegen den Manager spielen musste. Leider fing es dann an heftig zu gewittern und unsere Bosporusfahrt fiel buchstäblich ins Wasser. Deshalb blieben wir also noch ein bisschen länger im Hostel und Jutta durfte, da sie ja schon den Manager besiegt hatte, noch gegen den Chef spielen. Nach eineinhalb Stunden musste Jutta sich mit einem Remis zufrieden geben. An diesem Wochenende werden wohl noch einige Partien gespielt, da der Manager und Chef ansonsten jeden Abend nur gegeneinander spielen und das ja auf Dauer langweilig wird.
Den Abend beschlossen wir mit gefüllter Aubergine und Weinblättern, sowie dem einmaligen Ausbilck aus der Hostelbar auf die beleuchtete Hagia Sofia.
Ach ja und wo wir gerade bei dem Hostel sind, in dem wir ja doch recht viel Zeit verbringen: Es ist ziemlich cool. Vor allem die Mitarbeiter (der Manager, der Chef und der Hilfsjunge) sind total freundlich und hilfsbereit und unterhalten sich auch sehr gerne mit ihren Gästen. Der Hostelhund (Bijou) ist total und lässt eigentlich alles mit sich machen. Das Frühsück ist das beste Hostelfrühstück, das wir bisher bekommen haben: 2 Sorten Oliven, türkischer Käse, Marmelade, Obst, Tomaten, Gurke, helles und dunkles Brot. Herrlich und der Kaffee schmeckt endlich mal!!!
19.05.2012, 09:39
Neue MoscheeGewürzeBasilica Cisterna
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—Cheers Hostel - Istanbul—
Wir haben gestern, während wir mit unserem Frühstück vorm Hostel saßen, den Verkehr beobachtet. Dabei mussten wir uns zwangsläufig die Frage nach den Verkehrstoten in Istanbul stellen. Hierzu gibt es von der Süddeutschen Zeitung folgenden Bericht von 2009: http://www.sueddeutsche.de/auto/autofahren-in-istanbul-bloss-nicht-bremsen-1.989839

Einmal kurz zusammengefasst: Es sterben in der Türkei etwa genauso viele Menschen im Straßenverkehr, wie in Deutschland. Allerdings lässt sich das schwer vergleichen, weil das Verkehrsaufkommen in Deutschland dreimal so hoch ist, wie in der Türkei...

Ok, wir haben gestern natürlich noch mehr gemacht, als Autos zu beobachten. Ganz in der Nähe unseres Hostels befindet sich die Hagia Sofia, ein Touristenmagnet. Das Gebäude hat nämlich eine ziemlich wechselhafte Geschichte: Als Kirche wurde sie 325 von Kaiser Konstantin errichtet. Allerdings ist sie ein paar mal abgebrannt oder die Kuppel ist eingestürtzt. Aber irgendwie haben die byzantinischen Herrscher immer wieder die Mittel aufgebracht, sie wieder aufzubauen, bis 1435 die Osmanen Byzanz eroberten. Da wurde sie zu einer Moschee umgebaut und die meisten christlichen Symbole verputzt. 1935 ließ Atatürk die Hagia Sofia als Museum eröffnen und die ursprünglichen christlichen Mosaiken wurden nach und nach freigelegt. Auf jeden Fall ist die Hagia Sofia ziemlich beeindruckend... und voller Menschen :-) Es ist das meistfrequentierte Museum der Türkei!!
Auf unserem Weg zurück zum Hostel suchten wir einen Supermarkt, was sich allerdings als ziemlich schwierig herausstellte. Es gibt in diesem Gebiet überhaupt keine Supermärkte. Das höchste der Gefühle ist ein kleiner Laden, in dem man Keckse und Wasser bekommt. Das ist wahrscheinlich die Taktik die Touristen dazu zu bringen möglichst viel Geld hier zu lassen :-)

Abends besuchten wir eine Tanzvorführung, in der uns ganz unterschiedliche Tänze aus verschiedenen türkischen Regionen präsentiert wurden. Allerdings war der männliche Bauchtanz doch etwas zu abgedreht... ;-) Ansonsten aber eine ziemlich professionelle Vorstellung mit tollen Kostümen und cooler türkischer Livemusik!!!!

18.05.2012, 09:24
Hagia SofiaTanzvorführungHagia Sofia
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